31.01.2014 16:20 Alter: 5 Jahr(e)
Kategorie: Schwusos
Von: CF / PSK

Protestkundgebung der Hamburger LGBTI-Community zur Situation in Russland


Arne Platzbecker, Landesvorsitzender der Schwusos Hamburg

Arne Platzbecker, Landesvorsitzender der Schwusos Hamburg

Phillip-Sebastian Kühn, MdHB und Fachsprecher für Schwule und Lesben der SPD Bürgerschaftsfraktion

Phillip-Sebastian Kühn, MdHB und Fachsprecher für Schwule und Lesben der SPD Bürgerschaftsfraktion

Liebe ist keine Propaganda!

 

Für Samstag, 01. Februar, ruft ein breites Bündnis aus der Community zum Protest gegen die homophobe Gesetzgebung in Russland und die andauernden Menschenrechtsverletzungen auf. Anlässlich der Olympischen Spiele im russischen Sotschi organisiert die Landesarbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule eine Solidaritätskundgebung auf dem Tschaikowskyplatz.

 

LIEBE IST KEINE PROPAGANDA

Samstag, 01. Februar 2014, um 15 Uhr

vor der Russisch Orthodoxen Kirche Hamburg

Tschaikowskyplatz 1 (U2 Messehallen)

 

Philipp-Sebastian Kühn, Fachsprecher für Schwule und Lesben der SPD-Bürgerschaftsfraktion: Olympia ist genau der richtige Anlass, um auf die Situation von Lesben und Schwulen in Russland hinzuweisen. Während Putin in Sotschi ein modernes und freundliches Russland präsentieren möchte, verschlechtert sich die Situation lgbti-lebender Menschen immer mehr. Staatliche Repression, Verfolgung und Menschenjagden sind leider Teil der russischen Wirklichkeit. Hier müssen wir solidarisch sein und immer wieder auf diese Situation hinweisen.

 

Arne Platzbecker, Landesvorsitzender der Schwusos Hamburg, erklärt dazu: Leider halten sich auch die deutschen Sportverbände auffällig zurück mit Kritik an den homophoben Zuständen in Russland. Es ist zu befürchten, dass sich die Situation nach Olympia nochmals verschlechtern wird. Gerade nach den Spielen müssen wir sehr genau darauf schauen, was in Russland passiert. Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen sind Menschenrechte. Das ist leider in vielen Köpfen noch nicht angekommen.

 

Kühn: Auch die Situation in Hamburgs Partnerstadt St. Petersburg behalten wir kritisch im Blick. Es gibt immer wieder Forderungen nach einem Ende der Partnerschaftsbeziehung. Spricht man allerdings mit AktivistInnen aus St. Petersburg, wozu ich im Sommer Gelegenheit hatte, wird schnell klar, wie wichtig die Projekte, die im Rahmen der Städtepartnerschaft laufen, für die Betroffenen vor Ort sind. Der LSVD Hamburg arbeitet eng mit den Partnerorganisationen in St. Petersburg zusammen. So lange es geht, wollen wir diese Zusammenarbeit unterstützen.

 

Am 11. Februar wird sich eine Expertenanhörung im Europaausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft thematisch breit mit der Situation in St. Petersburg beschäftigen. Die LGBTI-Menschenrechtssituation wird ein Thema dabei sein.

 


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Termine

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