27.03.2015 22:55 Alter: 4 Jahr(e)
Kategorie: Schwusos
Von: Schwuosos HH

Hamburg erhält Aktionsplan gegen Homophobie


In Hamburg haben SPD und Grüne angekündigt, dass in den Koalitionsverhandlungen nach den Hamburger Bürgerschaftswahlen vom vergangenen Monat die Einführung eines Aktionsplans gegen Homo- und Transphobie beschlossen wurde.
Landesaktionspläne gegen Homophobie gibt es bereits in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz – in sechs weiteren Bundesländern sind sie derzeit in Planung. In diesen Ländern wird mit dem Aktionsplan mit Dutzenden Einzelmaßnahmen gezielt gegen Homo- und Transsexuellenfeindlichkeit vorgegangen.
In einer gemeinsamen Erklärung kündigten Schwusos-Chef Arne Platzbecker und Farid Müller von den Grünen weitere Projekte des geplanten rot-grünen Senats an: "Erstmals soll auch eine hauptamtliche Beratung für Transsexuelle am Magnus-Hirschfeld-Centrum ermöglicht werden, wo schon seit Jahren eine rein ehrenamtliche Beratung erfolgt. Darüber hinaus wird das von Jugendlichen ehrenamtlich getragene Schulprojekt 'Soorum' mit weiteren Mitteln für seine Aufklärungsarbeit in den Hamburger Schulen unterstützt", so Platzbecker und Müller.
Zudem versprachen die Politiker, dass auch die weit über die Grenzen Hamburgs bekannten "Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg" in gleichem Umfang wie 2014 weiter gefördert werden sollen. Während des Wahlkampfs hatte die AfD sich noch dafür ausgesprochen, die Zuschüsse zu streichen. Die Rechtspopulisten bezeichneten dabei Homosexualität als Weltanschauung und das Festival als "Gesinnungsveranstaltung", die nicht förderungswürdig sei.
Bei der Bürgerschaftswahl am 15. Februar hatte die SPD ihre absolute Mehrheit verloren, ist aber mit über 45 Prozent der Stimmen deutlich stärkste Kraft geblieben. Die Sozialdemokraten legten sich früh auf Koalitionsverhandlungen mit den Grünen fest.


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